Das mini-âasthaus ist der kleine Anfang eines großen Hauses...

 
...denn unser eigentliches Ziel ist es ein großes Haus zu erwerben, das 
âasthaus.
Ein Haus, in dem es viele Räume mit verschiedenen Aktivitäten von und für Flüchtlinge, MigrantInnen und auch Unterbringungsmöglichkeiten geben wird.
Ziel des Projekt
âasthaus ist (in Kürze)
Praktischen  Widerstand leisten gegen die illegalisierende Politik der BRD. Das heißt auf der einen Seite politisch gegen die Abschottung Europas, gegen Abschreckung und Abschiebung  der Flüchtlinge und MigrantInnen gegenwirken und auf der anderen Seite praktische Unterstützungsarbeit leisten.
Politische Arbeit des Projekt
âasthausheißt gegen die Migrationspolitik der BRD Stellung zu beziehen, sich mit z.B. den Behörden, der Stadtverwaltung in Freiburg auseinanderzusetzen und für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen einzutreten. Es bedeutet unsere Ansichten an die Öffentlichkeit, in die Medien, z.B. die Tageszeitung zu bringen.
Und es bedeutet auch gegen Widerstände der Stadt ein großes Rasthaus zu fordern und das Projekt weiter voranzutreiben.
Seit dem Sommer 2001 stehen uns die Räumlichkeiten im Gretherglände zur Verfügung.
Finanzierung: Die Kosten für den derzeit genutzten Raum im mini-rasthaus werden von unterstützenden Personen übernommen. Die LehrerInnen und BeraterInnen arbeiten ohne Bezahlung.
Mit dem mini-rasthaus konnten wir hier schon mit einigem von dem beginnen was später im eigentlichen rasthaus Platz finden kann und soll.         

Zur Zeit finden im mini-âasthaus folgende Angebote statt:

medinetz         Dienstag  16:00 -18:00 Uhr
                       Beratung und Vermittlung an Ärzte

asyl-info          Mittwoch 16:00 -18:00 Uhr im mini-rasthaus
                       Freitag    17:00 -20:00 Uhr  in der  ADW, Kronenstraße 16
                       bei Asyl-Fragen, von der SAGA

Deutschkurse

Alphabetisierungskurs

Internet-Kurs (für Frauen und Männer)

Internet-Kurs (nur für Frauen)
 

regelmäßige Treffen:
rasthaus-Plenum
        für alle Interessierte:  jeden Dienstag um 18:00 Uhr
medinetz-Plenum       für alle Interessierte : jeden zweiten Dienstag um 20:00 Uhr

weitere Nutzungen des mini-rasthaus
kulturelle, private  oder politische Treffen/Aktivitäten

Der Raum des mini-rasthaus kann von jeder/jedem für eigene Akativitäten genutzt werden.
Kommunikationszentrum für Flüchtlinge und MigrantInnen
Computer, Internet und Telefon können gerne benutzt werden. Dies soll vor allem Menschen ermöglicht werden, die selbst keinen Computer oder Internet-Anschluß haben.

Bei Interesse und für weitere Informationen ruf uns einfach unter 0761-2088408 an, sprich auf den Anfrufbeantworter oder komm direkt ins mini-rasthaus in die Adlerstraße 12

"Rasthaus für Flüchtlinge"

Freiburger Aktivisten organisieren Unterstützung für "illegalisierte Ausländer ohne Papiere

Mehrere Flüchtlingsinitiativen haben in Freiburg im Breisgau eine Anlaufstelle für Flüchtlinge und Migranten ohne Papiere eröffnet. - Ein "Mini-Rasthaus", das untergetauchten Flüchtlingen Hilfe und Unterstützung bietet und dessen Betreiber sich dem täglichen Rassismus öffentlich entgegenstellen wollen. Ins Auge gefaßt ist später einmal ein ganzes, doch vorerst muss ein 50 Quadratmeter großes Büro ausreichen. "Hier können sich Flüchtlinge ohne Papiere ohne Angst treffen, austauschen, ausruhen, die Büroinfrastruktur inklusive Telefon und Internetanschluss für eigene Aktivitäten nutzen oder Kontakt mit anderen Gruppen aufnehmen" erklärt Birgit Heidtke vom Förderverein Rasthaus. "Wir können auch Tipps bei der Arbeitssuche oder anderen Problemen geben", ergänzt Arash Safehi, selbst Flüchtling im Asylverfahren und aktiv in der "Karawane-Gruppe Südbaden".

Es ist eine Etappe auf dem Weg zu einem großen "Rasthaus", für das sich der Förderverein seit 1998 als Teil des bundesweiten Netzwerkes "Kein Mensch ist illegal" engagiert. Ein Haus, in dem keine Fragen nach Pass, Herkunft und Aufenthaltsgrund gestellt werden. Bereits im April 1998 war ein Kaufantrag für ein städtisches Gebäude in Freiburg gestellt worden, welches im Sommer 2002 frei wird. Nutzfläche: 1.900 Quadratmeter. Doch die Stadt lehnte bisher den Verkauf an den Förderverein ab. Das Haus soll abgerissen werden.
"Mit der Anmietung des Büros, einem kleinen Vorläufer des geplanten Rasthauses, wollen wir unsere Aktivitäten bündeln und die Notwendigkeit dieses Projektes noch deutlicher machen", sagt Birgit Heidtke. Dort sollen auch Schlafräume für eine kurzzeitige Zuflucht, Büros, eine Kneipe, Räume für Veranstaltungen, Konferenzen und Tagungen, eine Volksküche, Werkstätten und Ateliers untergebracht werden.
Knackpunkt ist die Sicherheit der künftigten Nutzer vor polizeilichen Maßnahmen.

Eine "Garantie" gebe es natürlich nicht, doch entsprechende Erfahrungen von MediNetz, das seit zwei Jahren kostenlos und anonym Zugang zu medizinischer Versorgung für Flüchtlinge und illegalisierte vermittelt, seien durchaus positiv. Bislang habe MediNetz ungestört arbeiten können. Keiner der rund 150 Besucher des vergangenen Jahres sei kontrolliert worden. Eine solche Duldung seitens der Behörden erhofft sich der Förderverein nun auch für das "Mini-Rasthaus". Unterstützung erhält man dabei von der Gemeinderatsfraktion der Linken Liste / Unabhängige Frauen. "Ein solches Projekt kann nur dann seinen sinn erfüllen, wenn sich die Polizei in diesem Bereich zurückhält und dafür von der Politik die Rückendeckung bekommt", meint Michael Moos, Stadtrat, der Linken Liste. Miete und laufende Betriebskosten sollen über Mietpatenschaften finanziert werden.

Junge Welt 09/2001
Martin Höxtermann